Sonntag, 31. Juli 2011

Hochzeitstorte III

Nun gibt es endlich die am Montag versprochene Hochzeitstorte. Es ist mein bisher größtes Tortenprojekt, weil diesmal alle 3 Etagen von mir selbst gebacken wurden und nicht wie z.B. hier eine Styroporetage dabei war. Die Braut ist eine Kommilitonin von mir und hatte mich schon Anfang des Jahres gefragt, ob ich ihre Hochzeitstorte backen würde und da konnte ich natürlich nicht widerstehen ;) Das Foto der kompletten Torte ist aufgrund fehlender Sonne leider echt bescheiden (und einen passenden Hintergrund konnte ich auch nicht finden), aber ich hoffe, dass euch die Torte trotzdem gefällt:


Ich habe ja schon geschrieben, dass das Gesteck Ähnlichkeit mit dem Brautstrauß haben sollte und ich daher cremefarbene Rosen und lila Orchideen gebastelt habe. Den richtigen Brautstrauß konnte ich ja vorher nicht sehen, aber ich hoffe, dass mir die Nachbildung trotzdem gut gelungen ist.

Diesmal habe ich nicht nur kleine "Kugelbüschel" (oh man, das Wort ist echt doof), sondern zusätzlich noch Stephanotisblüten aus Blütenpaste gebastelt, um die Lücken zwischen den großen Blumen zu füllen. Die Stephanotisblüten sind wirklich kleine, garstige Biester, denn ihre Blütenblätter brechen mit Vorliebe genau im allerletzten Moment ab! Grrrr, für das nächste Mal merke ich mir, davon die 4fache Menge zu machen...


Mitgegeben hatte ich der Braut auch ein A5 großes, laminiertes "Tortenmenü". Ich fand die Idee einfach schön, dass auch die Gäste gleich sehen können, welche Torten es gibt. Leider kann ich euch den Link für die Vorlage nicht mehr nennen, aber wer sie gerne haben möchte, kann mir ja eine E-Mail an mrscake (@) hotmail.de schicken und ich sende sie euch dann zu!


Ganz fies war während des Backens übrigens die hohe Luftfeuchtigkeit und der Dauerregen, die meine bereits richtig ausgehärteten Blüten wieder weich wie Gummi werden ließen. Auch der Fondant schwitze wie verrückt und ich hatte echt Panik, dass sich er sich komplett auflöst. Ich bin sogar nachts um 5 Uhr mit Albträumen von kaputten, zerflossenen Torten aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen...

Zum Glück hat sich aber heute die Braut gemeldet und gesagt, dass sie die Torte ganz toll fand (und nichts kaputt gegangen oder zerflossen ist!). Außerdem habe manche Gäste sich wohl sogar noch ein zweites Stück Torte geholt, weil sie sie so lecker fanden. Etwas schöneres kann man wirklich kaum hören!

Montag, 25. Juli 2011

Kleiner Zwischenstand

Für die Hochzeitstorte, die am Freitag abgeholt wird, habe ich gestern und heute schon einmal die Blumen gebastelt. Oben auf die dreistöckige Torte kommt nämlich ein Gesteck, dass an den Brautstrauß angelehnt ist und aus lila Phalaenopsis Orchideen und cremefarbenen Rosen besteht. Nach meiner Probeorchidee ist es erst das zweite Mal, dass ich überhaupt Orchideen gebastelt habe. Vom Mittelteil habe ich auch diesmal wieder ein paar mehr hergestellt, als ich überhaupt brauchte und das war eine gute Entscheidung, denn es sind wieder mehrere zerbrochen...


Materialien für die Rosen
- Blütenpaste in weiß von Squires Kitchen
- Blumendraht in weiß (18 g und 22 g)
- Ausstecher: F.M.M Plastic Cutters Rose Petals set of 5 ("Rosen-Set")
- PME Mexican Hat Foam Board + CelCakes CelBoard für die äußeren,
  gedrahteten Blätter
- Puderfarbe: "pearl ivory"

Materialien für die Orchideen
- Blütenpaste in weiß von Squires Kitchen
- Blumendraht in grün (20 g und 22 g)
- Ausstecher: Phalaenopsis SM  (Alternative: Phalaenopsis M)
- Veiner: Phalaenopsis fein
PME Mexican Hat Foam Board + CelCakes CelBoard für die äußeren,
  gedrahteten Blätter
- Pastenfarbe "grape violet" von Sugarflair
- Puderfarbe "lavender" und "buttermilk" von Sugarflair
- Rainbow Dust Pen Jet Black

Morgen werden ich aus den Zuckerblumen das Gesteck zusammensetzen und am Donnerstag beginnt dann das große Grauen Backen ;)

Möchtet ihr eigentlich auch gerne Details über verwendete Materialen wissen? Also z. B. welche Puderfarben ich verwendet habe? Richtige Anleitungen werde ich aber nicht machen, denn ich arbeite viel zu chaotisch und außerdem gibt es schon viele sehr gute Anleitungen (wie z.B. bei Caros Zuckerzauber, in Büchern oder Zeitschriften)...

Samstag, 23. Juli 2011

Lila Macarons & nie wieder Uni

Heute gibt es mal eine Neuigkeit, die nichts mit Torten zu tun hat: ich habe meine letzte Klausur (ich studier(t)e Pharmazie) bestanden und muss nun nie, nie wieder in die Uni!!! Na ja, zumindest habe ich nie wieder Vorlesungen, Seminare oder Laborpraktika und muss nur zum 2. Staatsexamen im September noch ein paar mal hin. Puh, das wurde auch wirklich Zeit :) 

Nach der Hochzeitstorte von letzter Woche ist bei mir in Sachen Backen ein wenig die Luft raus und so gibt es diesmal ein Foto, dass schon einige Wochen alt ist. Aber keine Angst, schon ab Mittwoch beginnt die Arbeit an einer neuen Hochzeitstorte und davor gönne ich mir lediglich eine kleine Verschnaufpause.


Das Rezept für die Macarons findet ihr wie immer bei Letizias-Gaumenfreuden und die Füllung ist eine Ganache aus weißer Schokolade, in die ich noch ein paar Kokosrapseln und eine wenig Kokossirup (von Monin) gegeben habe.

Die Macarons waren eigentlich eine Geschenk für meine Schwester, aber ich Depp habe sie tatsächlich zu Hause in meinem Kühlschrank vergessen und nach 4 Tagen Abwesenheit waren sie aufgeweicht und mussten leider in den Müll wandern *heul*

Samstag, 16. Juli 2011

A Wedding in July

Nach einer langen Pause durfte ich heute endlich meine 2. Hochzeitstorte backen. Na gut, das "heute" stimmt nicht ganz, denn mit dem Backen musste ich natürlich schon früher anfangen, aber heute wurde sie beim Brautpaar abgeliefert :) So perfekt wie die Torten meiner großen (Torten-)Vorbilder Cotton & Crumbs und Sweet Teirs ist meine lange nicht, aber ich arbeite daran ;)


Das Brautpaar hatte sich rosa/rote Akzente gewünscht, ließ mir aber ansonsten relativ freie Hand bei der Dekoration. Auch die Füllung wurde natürlich abgesprochen: die obere Etage war eine Schokoladentorte und die untere eine weiße Schokoladentorte mit Himbeerspiegel. 


Für das Gesteck habe ich 2 weiße, 2 rosa und 2 rote Rosen aus Blütenpaste gebastelt, bei denen die äußeren Blätter gedrahtet sind. Außerdem habe ich noch 10 von diesen "Kugelbüscheln" (tolles Wort...) gemacht, um mit ihnen die Lücken zwischen den Rosen zu füllen. An dem Gesteck allein habe ich insgesamt fast 5 h gesessen - ich bin eben noch ein wenig langsam...


Ich hoffe sehr, dass dem Brautpaar die Torte gefallen hat (eine Rückmeldung habe ich ja noch nicht) und werde mich jetzt erstmal faul ins Bett legen und meinen Rebecca Gable Roman weiterlesen. Nach 3 Tagen und insgesamt 12 h Arbeit an der Hochzeitstorte bin ich nämlich richtig k.o.!

Dienstag, 12. Juli 2011

Herrlich süß und fruchtig: Pavlova

Meine süße Schmerzgrenze liegt wirklich ziemlich hoch: wenn andere schon kapitulieren, sich der Süßigkeit, dem Dessert oder Kuchen verweigern, schwelge ich weiter genüsslich in meinem Zuckerschock. Auf das süße Pavlova-Ungetüm bin ich das erste Mal bei meiner Tante, einer Schottin, gestoßen. Sie machte es als Dessert zum Brunch und ich war wirklich hin und weg. Nun, 2 Jahre später, habe ich es endlich nachgebacken:


Sieht das nicht unglaublich lecker aus? Ich könnte gleich loslegen und noch eine Ladung backen, so köstlich finde ich diese kleinen Törtchen! Im Grunde ist es "nur" Baiser und Schlagsahne mit Himbeeren, aber für mich ist es eine der leckersten Sachen, die ich in letzter Zeit gegessen habe...


Pavlova (für 5 Kleine, Durchmesser ca. 10 cm)
2 Eiweiß
140 g Zucker
1/2 TL Essig
1/2 TL Speisestärke
1 Becher Sahne
300 g Himbeeren (Tk)
1x Vanillezucker
Zucker

- zuerst die Himbeeren mit etwas Zucker bestreuen und auftauen lassen
- Eiweiße steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen
- Essig und Speisestärke etwas verteilt dazu gegeben
- noch einmal gut verrühren
- große Lochtülle in einen Spritzbeutel legen, Eiweißmasse einfüllen
- zuerst einen Kreis spritzen und diesen mit der Masse ausfüllen
- dann darauf eine Art Ring spritzen
- Baiser im vorgeheizten Backofen bei 100 ° C 1 Stunde trocknen
- es sollte NICHT braun werden, dann ist der Ofen wahrscheinlich zu heiß
- auskühlen lassen
- Sahne mit Vanillezucker steif schlagen, in die Mitte der Baisers geben
- Himbeeren auf die Sahne geben (möglichst ohne den entstandenen Saft)

So, und fertig sind die Mini-Pavlovas auch schon. Das ist wirklich nicht schwer, dauert nicht sonderlich lange und man kann die Baisers auch gut ein paar Tage vorher machen und in einer Dose aufheben.

Ich habe gleich 2 auf einmal gegessen und oh Wunder, danach war mir ein wenig schlecht ;)

Donnerstag, 7. Juli 2011

Johannisbeer-Cupcake mit zweifarbigem Frosting

Geht es euch auch so, dass Ihr jetzt im Sommer kaum an all den Beeren im Supermarkt vorbeigehen könnt? Am Dienstag haben mich frische Johannisbeeren total angelacht und die wurden dann auch sofort in den Einkaufswagen gelegt. Beeren sind ja immer recht teuer, aber wisst Ihr was toll ist? MrCake möchte später gaaaaanz viele Beeren (und auch Früchte allgemein) anbauen und ich werde die dann in leckere Marmeladen, Kuchen und Desserts umwandeln - herrlich :)


Ein zweifarbiges Frosting hatte ich bei diesen Eierlikör-Cupcakes schon einmal gemacht und wurde dann häufig angeschrieben und gefragt, wie man das am besten machen kann. Es ist wirklich super einfach und hat bei mir auf Anhieb geklappt!


Ihr legt den Spritzbeutel mit "eingelegter" Tülle auf die Arbeitsplatte und öffnet den ihn so weit wie möglich. Dann streicht Ihr vorsichtig die erste Creme auf die Fläche des Beutels, die auf der Arbeitsplatte aufliegt und gebt dann die zweite darauf. Tja und das war es dann auch schon ;) Die ersten 2-3 cm die Ihr spritzt müsst Ihr eventuell noch verwerfen, aber dann sollte ein schön gleichmäßiges, zweifarbiges Frosting herauskommen! Der einzige Nachteil ist, dass man den Spritzbeutel nicht sofort neu befüllen kann, sondern ihn erst auswaschen muss...


Johannisbeer-Cupcakes (12 Stück)
4 Eier
170 g Zucker
1x Vanillezucker
150 g weiche Butter
180 g Mehl
1 TL Backpulver
200 g rote Johannisbeeren

200 g Frischkäse
200 weiße Schokolade
100 g weiche Butter
Pastenfarbe "Ruby" von Sugarflair

- Eier und Zucker schaumig schlagen, weiche Butter unterrühren
- Mehl mit dem Backpulver mischen, mit der Masse vermengen
- 100 g Johannisbeeren unterheben
- Cupcakes bei 170 °C (Umluft) 15-20 Min. backen

- Schokolade vorsichtig schmelzen (z.B. in der Mikrowelle)
- weiche Butter nach und nach mit dem Frischkäse verrühren
- dann die weiße Schokolade einarbeiten
- die Hälfte mit etwas Pastenfarbe rosa einfärben
- Spritzbeutel wie oben beschrieben füllen
- das Frosting mit einer Lochtülle auftragen
- mit den restlichen Johannisbeeren dekorieren

Für einen so großen Swirl wie oben auf den Fotos müsst Ihr die doppelte Menge an Frosting machen. Das ist dann aber wirklich viel Frosting (mir war es schon zu viel) und es reicht im Grunde auch eine einfache Schicht :)

Habt Ihr schon einmal ein zweifarbiges Frosting ausprobiert und wenn ja, hat es gut funktioniert? Vielleicht habt Ihr ja eine andere Technik, die noch einfacher ist?

Montag, 4. Juli 2011

Rezension: Peggy Porschen´s Favourite Cakes & Cookies

Und wieder einmal konnte ich nicht widerstehen und habe mir ein neues Tortenbuch gekauft: "Peggy´s Favourite Cakes & Cookies" von Peggy Porschen:


Peggy Porschen ist bestimmt den meisten von euch ein Begriff und auch ich bin ein riesiger Fan ihres schlichten, verspielt-romantischen Stils. Darum befinden sich in meinem Besitz auch schon die Bücher "Meine schönsten Torten & Cookies" (das kostet mittlerweile gebraucht tatsächlich um die 75 €!) und "Simply Spectacular Cakes".

Das Buch ist in 4 große Themenbereiche unterteilt: Cookies, Cupcakes, Miniature Cakes und Large Cakes. Außerdem gibt es wieder kleine Anleitungen zum Einstreichen und Eindecken einer Torte und einen Rezeptteil. Nun ja, mir wäre ein Buch mit mehr Torten viel, viel lieber gewesen, aber ich wurde ja nicht gefragt :)


Die gezeigten Torten, Cookies und Co. sind natürlich ein Traum! So ist die oben abgebildete Torte mein absoluter Favorit. Vielleicht erinnert ihr euch ja an meinen ersten Versuch eine Brosche mit Satinschleife auf einer Torte unterzubringen? Yep, das ging gründlich in die Hose und sah NICHT so aus wie bei Peggy Porschen...


Das einzige (große?) Manko dieses Buches: mir war vor dem Kauf nicht klar, dass die meisten Abbildungen bereits in ihren anderen Büchern zu sehen waren. Das steht zwar auch irgendwo im Begleitext bei Amazon, aber das habe ich natürlich überlesen...es eignet sich also eher für all diejenigen, die noch keines ihrer Bücher besitzen. Für mich waren z. B. nur 3-4 Designs wirklich neu.

Behalten werde ich mein Exemplar trotzdem, denn ich kann mich von einem so schönen Buch einfach nicht trennen. Und gerade vor dem Einschlafen blättere ich gerne in meinen Motivtortenbüchern und schwelge dann in Träumen von meinen zukünftigen Torten :)