Mittwoch, 28. September 2011

Mohn-Tartelettes mit Streuseln

Gestern hatte ich endlich meine letzte mündliche Prüfung und habe nun ganz offiziell mein 2. Staatsexamen in der Tasche!!! Apothekerin darf ich mich allerdings noch nicht nennen, denn ich muss jetzt erstmal ein Jahr als "Pharmazeutin im Praktikum" arbeiten und dann noch das 3. Staatsexamen ablegen. Bevor ich aber anfange zu arbeiten, habe ich noch den ganzen Oktober frei und werde mich dem süßen Nichtstun hingeben :)

Belohnt habe ich mich dann gestern mit einem meiner Lieblingskuchen: Mohn-Streusel-Kuchen. Die Kombi aus knusprigem Mürbeteig, weicher Füllung und süßem Zuckerguss finde ich einfach super lecker! Das Rezept habe ich schon vor langer Zeit mal bei Chefkoch gefunden und möchte es Euch nicht vorenthalten:


Mohn-Tartelettes mit Streuseln (6 Stück)
(oder für eine 26er Springform)
200 g Zucker
200 g Butter
1x Vanillezucker
1x Backpulver
375 g Mehl
1 Ei

- alle Zutaten zu einem glatten Mürbeteig verkneten
- mit 3/4 des Teiges die Förmchen auskleiden (ich mache das mit den
  Händen, man kann den Teig aber auch ausrollen)
- 1/4 für die Streusel aufheben

750 ml Milch
2x Vanillepuddingpulver
200 g Mohn
150 g Zucker
(Puderzucker + etwas Wasser)

- alle Zutaten in einem Topf unter ständigem (!) Rühren kurz aufkochen
- vom Herd nehmen und ein paar Minuten quellen lassen
- Mohnfüllung auf den Teig geben
- mit Streuseln belegen
- bei 170 °C ca. 25-30 Minuten backen
- eventuell nach dem Abkühlen mit Zuckerguss bestreichen

Das Foto ist leider vor dem Auftragen des Gusses entstanden, den ich dann im Nachhinein darüber geträufelt habe. Man kann ihn natürlich auch weglassen, aber ich mag es mit Zuckerguss am liebsten :)

Donnerstag, 22. September 2011

Etwas zum Schmunzeln und ein bisschen Motivation

Heute gibt es mal eine kleine Motivation für alle, die gerade am Anfang Ihrer "Tortenkarriere" stehen: ein Vorher-Nachher-Vergleich.

Ich höre sehr oft "Oh, das werde ich nie hinbekommen" oder "Meine Torten sehen lange nicht so schön aus" und ähnliche Aussagen. Und deshalb möchte ich Euch heute noch einmal ermutigen, dass mit Geduld, etwas Talent, Zeit und ganz ganz viel Weiterbildung (Bücher, Internet, Kurse) fast jeder wunderschöne Torten zaubern kann. Diejenigen, die scheinbar besser sind, haben wahrscheinlich nur mehr Zeit zum Üben gehabt ;) Nur bitte übernehmt Euch nicht und versucht zu viel Neues auf einmal, denn das geht sehr schnell schief!

Angefangen hat meine Leidenschaft im November 2009, als ich bei Chefkoch auf das Motivtortenforum gestoßen bin. Schnell fand ich mich dann auf dem Blog von Tortentante wieder und es dauerte nicht lange, bis ich unbedingt selbst so eine Torte backen wollte. Also entstand im Dezember 2009 eine Torte mit selbstgemachtem Gelatinefondant, aber ohne sonstige Hilfsmittel wie Glätter, Drehteller oder Ausrollstab (ich hatte zum Glück ein Nudelholz!):


Man beachte bitte diesen unglaublich wulstigen Randabschluss :)


Ich war damals unglaublich stolz auf mein "Werk" und muss an dieses Gefühl auch heute noch denken, wenn ich andere Anfängertorten sehe. Natürlich war diese Torte nicht wunderschön oder perfekt, aber es war eben meine erste Torte und somit der Anfang von allem :) 

Nun noch ein Foto meiner ersten Rosen. Damals noch aus Marzipan:


Eine weitere ganz wichtige Etappe war für mich der Kurs in Hamburg im September 2010 bei Betty. Bis dahin kam ich mit dem Eindecken schon sehr gut zurecht und auch einfache Dekorationen klappten gut, aber meine Blumen waren, wie Ihr ja gerade gesehen habt, eine Katastrophe. Nun aber lernte ich endlich wie man tolle Rosen bastelt:


Danach entstand im Oktober 2010 die erste Torte, bei der ich ganz alleine Rosen, Efeu und Co. gebastelt habe:


Ich muss gestehen, dass sich mein Stil seitdem nicht sehr verändert hat und ich nach wie vor schlichte Torten mit Blumen bevorzuge. So genannte "Novelty Cakes" sind nicht so richtig mein Ding und ich mache sehr selten Torten mit Figuren oder bestimmten Motiven/Szenen. Daher sind auch meine aktuellen Torten vom Juli 2011 vom Motiv her nichts außergewöhnliches, aber immerhin ist meine erste komplett selbst gebackene dreistöckige Torte dabei:


Und wie geht es nun weiter mit den Torten? Anfang Oktober habe ich endlich wieder die Zeit und kann für meine Schwester eine schöne Torte zum Geburtstag zaubern. Dann folgt die Tortenshow in Hamburg, bei der ich allerdings keine Torte zum Wettbewerb einreiche (ich Feigling!) und wahrscheinlich eine weitere Torte Ende Oktober. Es kribbelt langsam wieder mächtig in den Fingern und ich habe so viele Ideen, die ich demnächst gerne umsetzen möchte. Also seid gespannt :)

Donnerstag, 15. September 2011

Basisrezept: Zitronenkuchen mit Lemon Curd Füllung

Ich werde von Euch häufig nach meinen Basisrezepten für Motivtorten gefragt und möchte nun endlich mal eine Variante vorstellen, die im Moment mein absoluter Favorit ist: Zitronenkuchen mit Lemon Curd Füllung. Diese Torte/dieser Kuchen ist stabil genug um auch schwere Dekoelemente tragen zu können, aber auch schön fruchtig, saftig und cremig. Ich finde dieses Rezept super lecker und auch anderen hat es bisher immer sehr gut geschmeckt.


Zitronenkuchen mit Lemon Curd Füllung
(für eine 6 cm hohe Torte mit 26 cm Durchmesser)
350 g Butter
350 g Zucker
350 g Mehl
6 Eier
1 Vanillezucker
1 Backpulver
100 ml Zitronensaft
1x Zitronenabrieb (Dr. Oetker)

100 g Butter
120 g Frischkäse
10 g Puderzucker
120 g Lemon Curd (z. B. von Chivers)
abgeriebene Schale einer Zitrone

- Eier, Vanillezucker und Zucker schaumig rühren, dann weiche Butter einarbeiten
- Mehl mit dem Backpulver und Zitronenabrieb mischen
- abwechselnd mit dem Zitronensaft unter die Eiermischung rühren
- bei 175 °C backen ca. 20 Min. backen (einzelne Böden!, Stäbchenprobe)
- für die Creme die weiche Butter nach und nach mit dem Frischkäse verrühren, Puderzucker, Lemon Curd, Zitronenschale dazugeben

Für eine ca. 8 -9 cm hohe Torte würde ich den Teig 1 1/2 mal backen und auch von der Füllung etwas mehr machen. Außerdem backe ich immer 3 einzelne Böden, weil sie dann schön gleichmäßig sind, aber das kann jeder machen wie er möchte. Fondanttauglich ist die Füllung leider nicht, also müsstet Ihr die Torte noch mit einer Buttercreme oder Ganache einstreichen. Lemon Curd könnt Ihr natürlich auch selbst machen, aber dazu war ich bis jetzt zu faul...

Ich bin gespannt wie Euch das Rezept gefällt und würde mich über Feedback sehr freuen, falls es jemand ausprobiert :)

Mittwoch, 7. September 2011

Neuzugang in der Bücherecke und eine Etagere

Manchmal hat ein plötzlicher Regenschauer sogar etwas Positives. So wie heute, als er mich in diesen hübschen, kleinen Buchladen in Greifswald getrieben hat. Dort gibt es nämlich nicht nur viele tolle Bücher, sondern auch jede Menge Sachen zum Stöbern, Anfassen und Angucken. Ich finde dort wirklich immer eine Kleinigkeit, die ich ganz ganz dringend brauche ;) Heute war es nicht anders, denn mir hatte es dieses Büchlein über Macarons angetan:


Es ist zwar recht überschaubar, aber die Rezepte und Kombinationen haben mich gleich überzeugt. Außerdem sind sehr viele Tipps über die Herstellung und mögliche Fehlerquellen enthalten. So wusste ich z. B. bisher nicht, dass Macarons auch mit Zuckersirup gemacht werden können und dann viel feiner werden! Ein Zuckerthermometer habe ich allerdings immer noch nicht (und Zeit im Moment sowieso nicht) und so fällt das Ausprobieren leider erstmal flach.

Und die Etagere? Die habe ich gestern von meiner Mama bekommen und finde sie richtig schön. Sie ist recht klein, aber somit auch genau richtig für Kekse, Macarons oder Bonbons :)